Hier ein Überblick über die verschiedensten Stile und ihre Entwicklung
| Charleston |
| Vermutlich
während der Ragtime Periode im Jazz entstand einer der bekanntesten Tänze
bis heute, der Charleston, in der Nähe der gleichnamigen
Hafenstadt Charleston. Die irrwitzigen Bewegungen mit den Beinen, X-und
O-Beine, verliehen ihm seinen unvergleichlichen Stil. |
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Es war so um 1925 als Josefine Baker den Charleston über den großen Teich brachte und somit eine Welle an Begeisterung aber gleichzeitig auch eine Welle der Entrüstung gegen diesen so unanständigen Tanz entfachte. Trotzdem trat der somit wohl erfolgreichste Modetanz aller Zeiten seinen Siegeszug an. Er wurde in Europa von den so genannten Tanzmeistern zwar etwas gezähmt verlor aber dadurch keineswegs sein unvergessliches Flair. Ein weiterer Tanz dieser Ära war der Black Bottom (schwarzer Hintern) der wie der Name schon sagt seinen Ursprung und auch seine weitere Verbreitung wohl eher unter der schwarzen Bevölkerung fand. Der Höhepunkt dieses Tanzes war wenn die Hintern aneinander stießen, „bumpten“. Da dies bei der weißen Bevölkerung nicht auf Gegenliebe traf verschwand dieser Tanz wieder sehr schell von Europas Tanzflächen.
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| Lindy Hop |
Beim Lindy Hop unterscheidet man grundsätzlich zwei Stile:
Technik: Die Grundtechnik bei beiden Stilen ist absolut ident, die Unterscheidung erfolgt eigentlich nur durch die Haltung welche die Tänzer und Tänzerinnen einnehmen. |
| Balboa |
| Balboa ist ein
Tanz mit geschlossener Paarhaltung, welcher im Rendezvous-Ballroom auf den
Balboa Island in Newport Beach, Kalifornien in den späten 20er Jahren
entwickelt wurde. Er wurde
eigentlich gezwungenermaßen erfunden, da der sehr raumgreifende wilde
Lindy Hop nicht überall erlaubt und willkommen war.
Etwas später entwickelte sich der sogenannte Balboa-Swing oder
kurz Bal-Swing, dieser war wie der Name schon sagt quasi eine Mischung aus
Balboa und Lindy Hop. Der Balboa & der Bal-Swing charakterisierten
sich ebenfalls dadurch, dass sie auf 8 Taktschläge getanzt wurden.
Der Balboa & der Bal-Swing können eigentlich zu jeder
Geschwindigkeit getanzt werden, jedoch eignen sie sich hervorragend für
sehr schnelle Musik.
Besonders berühmt in Südkalifornien waren die sogenannten „Big Four“: Maxie Dorf & Mary McCaslin, Hal Takier & Betty Takier, Lawrence Wise & Lillian Arnold und Gil Fernandez & Venna Cascon. Diese Tänzer gehörten zu den Pionieren des Bal-Swing und traten als „The Ray Rand Swingers“ bei vielen Shows auf. |
| Shag |
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Shag, eigentlich gibt es 3 Arten des Shag (Collegiate Shag, St. Louis Shag und Carolina Shag) und alle diese Shagarten wurden hauptsächlich zu schneller Musik getanzt. Der Collegiate Shag – auf sechs Taktschläge getanzt - ist für uns eigentlich der typische Shag welchen man auch in den alten Filmen und Cartoons sieht. Er war auch besonders populär an der Westküste Amerikas. Der St. Louis Shag hingegen wurde auf 8 Taktschläge getanzt und war dadurch am besten für extrem schnelle Musik geeignet. Bei diesem Stil merkt man auch, dass er direkt vom Charleston abstammt. |
| Der Carolina Shag hingegen ist der jüngste Stil. Entstanden in den 50ern wird er zwar hauptsächlich auf 6 Taktschläge getanzt, jedoch finden sich auch 8-taktige Elemente in seinem Tanz. Hier kann man auch ein gewisses Naheverhältnis zum West Coast Swing erkennen. | |
| Jitterbug |
| Dieser Tanz war aber absolut nichts Neues, sondern nur ein anderer Ausdruck für Lindy
Hop.
Der Geschichte nach, entstand der Ausdruck Jitterbug in der Mitte der 30er Jahre. Manche behaupten, dass dieser Name von den Tänzern käme welche sich zeitweise am Parkett auf den Rücken warfen und mit den Beinen zappelten (jittery=nervös, Zitterwanze). In der weiteren Folge entwickelte sich der Jitterbug zum "Tanz der Weißen". Er änderte sich folglich auch mit der Musik. In den 40ern wurde er z.B. zu R&B oder in den 50ern zu Rockn' Roll getanzt. |
| Jive / Boogie Woogie |
| Diese Tänze sind eigentlich auch nur andere Namen für Lindy Hop oder Jitterbug. Durch
die G.I.'s wurde der Tanzstil nach Europa gebracht und so wurde der Jitterbug in
England damals Jive und in Österreich Boogie Woogie genannt.
Eine Wiener Tanzschule gab Ende der 40er Jahre den ersten "Boogie Kurs" in Wien. Dieser Tanzschullehrer lernte, bzw. schaute sich den Tanzstil bei den G.I.s ab. Und wenn man genau schaut merkt man dass der altwiener Stil eigentlich sehr ähnlich dem Hollywood-Style ist. |
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| Rockn' Roll |
| Dieser Begriff war wohl eher für die Musik als für den Tanz. Denn in Amerika wurde dieser Tanz sowieso Jitterbug genannt. Und in Europa hat sich der Name Rockn' Roll eher für ein neues Lebensgefühl durchgesetzt. Heutzutage wird unter Rockn' Roll ohnehin fast ausschließlich Akrobatik-Tanz verstanden. Manche verwenden deshalb auch den Ausdruck "Rockn' Roll der 50er Jahre" für die getanzte Version. |
| Swing Rueda |
| Eine Rueda ist ein Kreistanz bei der die Tanzpaare einen Kreis bilden (rueda = rad) und die Tanzpartner ständig wechseln. Jeff Miller und Elaine Hewlett übernahmen von der Rueda de Casino das Konzept und die erste Swing-Rueda war geboren. Wie man es auch vom Squaredance kennt gibt es auch hier einen so genannten „Caller“ welcher die Kommandos für die verschiedenen Figuren gibt. Lustige Namen für die Figuren wie Sushi Roll, Coca Cola oder Boing Boing, beziehungsweise altbekannte Namen wie Inside Turn, Outside Turn oder Charleston-Break lassen einen sofort den Spass erahnen welchen dieser Tanz bereitet. |